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Medien beißen: Wir beißen zurück



In der Medienbranche gilt: „News is what is different“. Das heißt: Nur Neuigkeiten zählen. Das ist ein eiserner Grundsatz im Journalismus. Egal wo, egal wer, egal wann. Wer hier unvorbereitet in journalistische Mühlen gerät, der ist nicht zu beneiden. Doch schon kleine Dinge helfen, große Katastrophen zu vermeiden.


Zunächst: Öffentlichkeit ist gut. Öffentlichkeit ist wichtig. Aber oft prägt Angst unser mediales Handeln. Angst davor, etwas Falsches zu sagen. Angst davor, sich nicht richtig auszudrücken. Und Angst davor, falsch interpretiert zu werden. Kurzum: die Angst, sich mit einem öffentlichen Auftritt zum „Obst des Monats“ zu machen.


Medienlandschaft im Umbruch

Ja, die Medienlandschaft in Deutschland ändert sich rasant. Es ist der „Erregungsjournalismus“, der immer stärker um sich greift. Zum einen möchte jeder Journalist gern die Schlagzeile produzieren, die ihm 15 Minuten Aufmerksamkeit gewährt – am besten mit seinem Namen verbunden. Zum anderen haben die immer weniger fest angestellten Journalisten kaum Zeit, ruhig zu bleiben und erst einmal nachzudenken.


Hinzu kommt, dass mit den sozialen Medien eine Konkurrenz entstanden ist, mit der die Hemmschwelle zur persönlichen Attacke deutlich gesunken zu sein scheint. Gut zu wissen: Es gibt keine öffentliche Meinung, sondern nur eine veröffentlichte Meinung. Es gibt also immer einen Weg, gegen den Sturm anzukämpfen. Erfolgreich. Es geht also darum zu wissen, wie!


Richtig oder falsch?

Pressearbeit ist keine Zauberei

Es war der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawik, der sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Sein Axiom – also ein Grundsatz, der keines Beweises bedarf – gilt in der heutigen Medienlandschaft mehr denn je. Will sagen: Jede Form, auch die des „Ich sage nichts“, sagt etwas aus, kann interpretiert werden und wird Folgen haben. Soziale Medien erweisen sich dabei oftmals als Durchlauferhitzer.


Daher rührt oft die Angst zu reagieren. Das ist normal, weil ja keiner als Entertainer geboren ist. Aber keine Bange: Das meiste lässt sich erlernen. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern nur ein Gut oder Schlecht. Klingt banal – und ist es auch. Denn wer einmal hinter die Kulissen eines Zauberkünstlers gesehen hat, der weiß, wie die Show funktioniert und steht nicht länger mit offenem Mund staunend da.


Lernhilfe: Medientraining


Das kleine Zauberwort heißt: Medientraining. Nur: Warum sollte ich überhaupt darüber nachdenken? Klare Antwort: Weil sich die Geschäftsgrundlage im Umgang mit den Medien geändert hat. Grundlegend. Was sich über Jahrzehnte in der Kommunikation als gut erwiesen hat, ist heute nicht mehr gültig. Pressemitteilung reicht? Falsch. Reaktives Statement ist genug? Falsch. Kein Kommentar? Falsch, falsch, falsch.


Gut vorbereitet, behältst Du auch die Balance, wenn es schwierig wird

Am Anfang eines jeden Medientrainings steht das Verständnis, dass die Spielregeln heute anders sind als vor sechs oder zehn oder gar vor zwanzig Jahren. Es gilt, Strukturen zu begreifen und Prozesse zu durchdringen. Also die Frage zu beantworten: Warum beißt ein Journalist? Nun ist es an der Zeit, zurückzubeißen und dazu angemessene Reaktionen auszuprobieren. Die sind von Mensch zu Mensch verschieden. Aber genau das kann man lernen. Nur Mut! Denn die Hauptsache ist: Immer glaubwürdig bleiben.

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