• Heike

PR bei unseren Nachbarn Heute: die Niederlande

Aktualisiert: 31. Jan 2019


Deutsche Unternehmen, die im Ausland Pressearbeit machen, kommen mit ihren Botschaften oft nicht an. Das kann daran liegen, dass die Kommunikation und auch die Medien dort ganz anders funktionieren, als bei uns. Sarah De Preter ist in Belgien geboren, lebt aber schon seit vielen Jahren in Rotterdam, wo sie als freie Journalistin, Texterin und als Vertreterin der Agentur Medienbüro am Reichstag tätig ist. Wir haben sie gefragt, was bei der Zusammenarbeit mit Journalisten in den Niederlanden zu beachten ist.

Sarah De Preter, unsere Frau in Benelux

Welche Besonderheiten gibt es bei der Kommunikation in den Niederlanden? Niederländer kommunizieren viel, gerne und häufig mit Humor. Deshalb sollte die Botschaft nicht zu schwer sein. Beschreibe nicht alles bis ins kleinste Detail, denn bei uns sollte eine Pressemitteilung auch neugierig machen. Ein Übermaß an politischer Korrektheit solltest Du vermeiden. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Journalisten? Die meisten Redaktionen haben kein Problem damit, Dir vorab Einsicht in einen Artikel zu bieten. Dann solltest Du aber nur Deine eigenen Zitate und sachliche Fehler korrigieren. Deshalb solltest Du vor einem Interview gut überlegen, was Du dem Journalisten sagen möchtest. Es macht keinen guten Eindruck, gemachte Aussagen zu widerrufen oder sich schulmeisterhaft in den Schreibstil oder die Wortwahl einzumischen.

Wie sieht eine niederländische Pressemitteilung aus? Kurz und sachlich, inklusive eines relevanten Zitats und – wenn möglich – eines Bildes. Allzulange Pressemitteilungen werden häufig von den Redaktionen drastisch gekürzt und schlimmstenfalls gar nicht erst gelesen. Vermeide unrelevante Informationen und Wiederholungen. Kaue den Redaktionen auch nicht alles vor, damit sie die Gelegenheit haben, ihre eigenen Fragen zu stellen. Denn am Ende des Tages schreibt jeder Redakteur am liebsten seine eigene Story. Wie nutzen die Medien und Unternehmen Social Media? Unternehmen nutzen hauptsächlich LinkedIn, um Meinungen und Referenzprojekte zu verbreiten. Facebook ist ein privates Medium, das jedoch auch im B2C-Bereich eingesetzt wird. Für B2B-Kommunikation eignet sich Facebook hier nicht. Welche Rolle spielt das Networking mit Journalisten in Deinem Land? Genauso wie in Deutschland ist auch in den Niederlanden ein guter Draht zu Journalisten wichtig. Gegenseitiges Vertrauen spielt dabei eine große Rolle. Ein „off-the-record“-Gespräch kann für Journalisten nützlich sein, damit sie Informationen in den richtigen Kontext setzen können. Biete den Medien gelegentlich einen Einblick in Dein Geschäft, schließlich arbeiten Journalisten nicht für Dein Unternehmen und können nicht jeder Entwicklung in Deinem Haus folgen.

Welche Themen und Formate sind in den Niederlanden besonders gefragt? Im B2B-Geschäft sind vor allem Fakten und Visionen wichtig und man sollte nicht jedem Trend und Hype folgen. Die Kunst, im Bild zu sein, heißt nicht, dass man auf alles reagiert. Deine Aussagen zu großen Themen wie „Nachhaltigkeit” und „Corporate Social Responsibility“ solltest Du mit konkreten Initiativen untermauern, die Du bereits umgesetzt hast. Zu besonderen Zeiten, beispielsweise zum Jahreswechsel, kann es sinnvoll sein, sich in einem Interview oder mittels eines Fachbeitrags zu einer aktuellen Entwicklung im Markt zu äußern.

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